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CareerVenture - Termine Jobmessen 2021

Recruiting-Events für High Potentials mit Einzelinterviews

Recruiting-Veranstaltung mit Einzelinterviews, die sich durch ihre Effektivität, den Serviceumfang und ihren Rahmen deutlich von den üblichen Karrieremessen abgrenzt. Bewerben können sich Studierende, Absolventen und Doktoranden aller Fachrichtungen, die sich für einen Berufseinstieg interessieren sowie Young Professionals, die einen Arbeitgeberwechsel beabsichtigen.
Teilnehmende Kandidaten können an nur einem Tag mehrere vorterminierte Interviewtermine mit Vertretern der attraktivsten Arbeitgeber führen und sich darüber hinaus im Rahmen von Vorträgen und Spontankontakten zusätzlich über die teilnehmenden Unternehmen informieren. Im Moment finden alle Veranstaltungen online statt

Folgende Termine werden 2021 angeboten:
  • CAREER Venture® business & consulting fall 2021 Termin: 20.09.2021 Bewerbungsschluss: 22. August 2021 Ort: Frankfurt, Lindner Congress Hotel
  • CAREER Venture® information technology fall 2021 in Kooperation mit der Gesellschaft für Informatik (GI) Termin: 25.10.2021 Bewerbungsschluss: 26. September 2021 Ort: Stuttgart, Vienna House Easy Mo.
  • CAREER Venture® women 2021 Termin: 30.11./01.12.2021 Bewerbungsschluss: 30. Oktober 2021 Ort: Seeheim, Lufthansa Training & Conference Center
Mehr Informationen und Bewerbung unter www.career-venture.de.





Netzwerken in Bremen - Feminopoly 2021

Endlich wieder einmal "live" Netzwerken. Vom 24.9. bis zum 26.9.2021 können Frauen sich in Bremen austauschen. Mit Workshops und Themenwelten bietet das Netzwerk für berufstätige Frauen ein reichhaltiges Spekturm zum Austausch. Diese Veranstaltung ist auch ein gutes Sprungbrett zum Netzwerken und zur Berufsorientierung. Mehr Infos unter:







Der Vier-Tage-Woche-Betrug
von Gebhard Borck

Alle sind aus dem Häuschen – Eine neue Studie aus Island zeigt, dass der herbeigesehnten Vier-Tage-Woche nichts mehr im Wege steht. Doch was machen wir mit der gewonnenen Freizeit? Das Versprechen, das sich hinter der Vier-Tage-Woche verbirgt, zeigt das eigentliche Dilemma der Arbeitswelt.


Augenblicklich macht die 4-Tage-Woche-Studie aus Island
(https://en.alda.is/wp-content/uploads/2021/07/ICELAND_4DW.pdf) die Runde in den Medien:
  • Die Zeit: »Die Viertagewoche könnte auch in Deutschland funktionieren«
  • t3n: »4-Tage-Woche in Island: 5 Fakten, mit denen Kritiker klarkommen müssen«
  • Focus: »Bald die Vier-Tage-Woche? Island reduziert Arbeitszeit drastisch - Experiment zeigt durchschlagenden Erfolg«
  • WiWo: »4-Tage-Woche macht Angestellte produktiver und glücklicher«
Das einhellige Urteil: Eine viertägige Arbeitswoche ist besser, für die Menschen und die Wirtschaft. Die Onlinezeitung Perspective Daily fragt in ihrem Artikel (https://perspective-daily.de/article/1762/TsKtvxjo) zum Thema: Wäre die 4-Tage-Woche eine gute Lösung für Dich? Drei Antworten stehen zur Wahl – Ja, Nein, ich arbeite bereits vier Tage. Die erste Option bekommt aktuell vierundsiebzig, die zweite sechs und die dritte achtzehn Prozent der abgegebenen Stimmen. Ich gehöre zur absoluten Minderheit, die mit »Nein« abstimmten. Denn ich halte das durchgeführte Experiment für einen Betrug gegenüber den Arbeitnehmern.

Der große Betrug
Viele der Digitalisierer in der Wirtschaft machen ihren Kunden diese, durchaus derbe Ansage zu Beginn des Vorhabens: „Eines muss ihnen klar sein, wenn sie heute einen scheiß Prozess haben und den digitalisieren, haben sie einfach einen scheiß digitalen Prozess.“ Genauso geht es mir mit der Glorifizierung einer reduzierten Arbeitswoche. Wenn wir die Verkürzung von schlechten Arbeitsbedingungen glorifizieren, hat sich an den Umständen ja nichts verändert. Wie die Studie aus Island aufzeigt stimmt das auch. Denn im Kern erreichte die Reduktion der Arbeitszeit vor allem, dass die Menschen ihre unbefriedigende Arbeit besser aushalten können. Das gelingt, indem sie mehr Zeit haben, ihren Frust zu kompensieren.
Der Autor der Studie, Jack Kellam, sagt dazu im Zeit-Interview: »Die Probanden konnten über die Zeit, in der sie nun weniger arbeiten mussten, selbst bestimmen. Es ist egal, ob jemand in dieser Zeit vor dem Computer sitzt und zockt oder im Wald spazieren geht.« Was laut Kellam die Menschen zufrieden macht, ist Selbstbestimmung. Das unterstreicht er mit der Aussage: »Wichtig ist vor allem, dass die Teilnehmerinnen und Teilnehmer ein hohes Maß an Selbstständigkeit bei der Gestaltung ihrer Arbeitszeit hatten.«

Worum es wirklich geht
Plakativ bietet die Studie eine Verringerung der Arbeitswoche als Lösung an. Doch bei genauem Hinschauen zeigt sich etwas anderes. Menschen fehlt Selbstwirksamkeit im Arbeiten. Wir wollen Einfluss nehmen. Wir wollen mitgestalten. Wir wollen dreizehn gerade sein lassen. Die Art, wie heute die allermeisten Firmen organisiert sind, verhindert bei der weiten Mehrheit der Angestellten genau das. Und zwar systematisiert. Deshalb braucht es mehr als die Verbesserung der bestehenden Strukturen. Wir sind bereit für einen Systemwechsel. Wir brauchen ein adaptives Organisationsdesign, das selbständiges Gestalten durch die Mitarbeitenden professionalisiert. Herkömmliche Organisationsstrukturen sind kaum an diese Anforderungen angepasst. Formal festgezurrte Befehls- und Kontrollstrukturen vereiteln die Fähigkeit von Menschen, sich selbstverwaltet an verändernde wirtschaftliche, technologische und Marktbedingungen anzupassen.
Soll die eigene Organisation adaptiv werden, fordert das deshalb vor allem die traditionellen Führungsgewohnheiten heraus. Für den Erfolg gilt es, die Silos zu verlassen. Und mehr noch. Niemand kann sich weiter auf vorgebende Planungen einlassen. Denn bis sie aufgehen, ist längst eine andere Lösung nötig. In dieser Gemengelage heißt es, Autonomie zuzulassen. Doch nur die, die schlussendlich auch im Sinne der Organisation handelt. Das gelingt durch drei zentrale Wirkungsmechanismen:
  1. Verteilung von Führungsaufgaben/ -verantwortung in die gesamte Firma, anstatt sie auf formale Rollen zu begrenzen.
  2. Übergang von Management zu Selbstverwaltung
  3. Transfer hin zu funktionsübergreifenden autonomen Teams
Bei Firmen, die diesen Weg konsequent gehen, kommt heraus, dass für viele die 4-Tage-Woche oder sogar noch geringere Arbeitszeiten bei vollem Lohnausgleich kein Thema sind. Es geht ja keineswegs darum, wie lange jemand arbeitet. Es kommt darauf an, welche Wirkung sie/er mit seiner Arbeit erzielt. Das gilt im Übrigen für die Unternehmer und Unternehmerinnen genauso wie für ihre Angestellten. So betonen die Eigentümer der TELEDATA IT-Lösungen GmbH, Peter Wassmuth und Robin Aigner, die mit ihrer Firma diesen Weg erfolgreich gehen regelmäßig: »Einer unserer größten Erfolge ist, dass wir keine fünfzig oder sechzig Stunden Woche mehr haben, sondern mit dreißig bis vierzig wunderbar hin kommen.« Bei kununu liest sich die Reaktion eines Mitarbeitenden auf die adaptiven Arbeitsbedingungen in der TELEDATA so: »Einfach schön, wenn man sich Sonntags auf Montags freut« (https://www.kununu.com/de/teledata-it-loesungen/bewertung/2a55268d-9e4f-44cf-8359-0c1268b96bbd).
Und so frage ich. „Sollten wir uns wirklich weiterhin mit Vier-Tage-Wochen als Heilsversprechen betrügen, wenn es in unserer Gestaltungsmacht liegt, sinnvoll zusammen zu arbeiten?“ Ich weiß: „Wir können das besser!“

Mehr zum Thema:
Gebhard Borck
Die selbstwirksame Organisation, Das Playbook für intelligente Kollaboration
1. Auflage BusinessVillage 2020, 296 Seiten

ISBN 978-3-86980-486-6 29,95 Euro
ISBN (PDF) 978-3-86980-487-3 24,95 Euro
https://www.businessvillage.de/die-selbstwirksame-organisation/eb-1067.html








Zu wenig Stellenanzeigen für Berufseinsteiger und Studierende?
von Angela Schütte

Wichtig ist es im Moment unterschiedliche Wege bei der Jobsuche zu nutzen. Hier ein paar Tipps:

Immer häufiger klagen Studierende keine Angebote für Praktikum und Berufseinstieg zu finden. Benötigen die Unternehmen keinen Nachwuchs mehr? Ist der Fachkräftemangel Schnee von gestern? Mitnichten, trotzdem werden in unsicheren Zeiten weniger Stellenanzeigen geschaltet. Das war schon immer so. In den 25 Jahren, in denen ich als Karriereberaterin tätig bin, habe ich schon so manche Krise miterlebt. Wenn die Wirtschaft hustet, igeln sich die Unternehmen in Bezug auf Recruiting ein.

Heutzutage befördern die unterschiedlichen Möglichkeiten des Recruiting den Mangel an klassischen Stellenausschreibungen. Somit ist es als Bewerber*in wichtig, sich den unterschiedlichen Wegen des Recruitings anzupassen und diese auch zu nutzen. Das „Netzwerken“, also die individuelle Ansprache von Mitarbeiter*innen der Unternehmen ist dabei ein wichtiger Weg geworden. Einfach ist diese individuelle Ansprache über Jobmessen, die als online Veranstaltungen im Moment sehr stark im Kommen sind und von den Unternehmen, gerade für die Suche von akademischen Nachwuchs, genutzt werden.

Eine Jobmesse ist eine zielorientierte Veranstaltung, die sich prima zur Initiativbewerbung bei Unternehmen eignet. Wenn Sie Jobmessen besuchen, werden Sie erstaunt sein, wie groß letztendlich doch das Angebot an Praktika und Jobs bei den Unternehmen ist. Nutzen Sie deshalb die Vielfalt und öffnen sich unterschiedlichen Möglichkeiten bei der Jobsuche. „Viele Wege führen nach Rom“ besagt das Sprichwort. Nutzen Sie also neben der Suche nach Stellenangeboten in Jobbörsen unbedingt auch Social Media Kanäle und Jobmessen, um einen passenden Job zu finden.

Allgemeine Infos zu Jobmessen: Eine kleine Auswahl an Jobmessen ab September 2021: