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CareerVenture - Termine Jobmessen 2021

Recruiting-Events für High Potentials mit Einzelinterviews

Recruiting-Veranstaltung mit Einzelinterviews, die sich durch ihre Effektivität, den Serviceumfang und ihren Rahmen deutlich von den üblichen Karrieremessen abgrenzt. Bewerben können sich Studierende, Absolventen und Doktoranden aller Fachrichtungen, die sich für einen Berufseinstieg interessieren sowie Young Professionals, die einen Arbeitgeberwechsel beabsichtigen.
Teilnehmende Kandidaten können an nur einem Tag mehrere vorterminierte Interviewtermine mit Vertretern der attraktivsten Arbeitgeber führen und sich darüber hinaus im Rahmen von Vorträgen und Spontankontakten zusätzlich über die teilnehmenden Unternehmen informieren. Im Moment finden alle Veranstaltungen online statt

Folgende Termine werden 2021 angeboten:
  • CAREER Venture® women 2021 Termin: 30.11./01.12.2021 Bewerbungsschluss: 30. Oktober 2021 Ort: Seeheim, Lufthansa Training & Conference Center
Mehr Informationen und Bewerbung unter www.career-venture.de.





Working in a startup - pros and cons
by Angela Schütte

The following question recently reached me via LinkedIn: "Angela, what are the pros and cons of working at a startup? " For me, that was reason enough to take a look at the question and publish a few thoughts in a small article. Since the question was addressed to me in English, I would also like to answer it in English so that my international community on LinkedIn can also participate.

For 15 years I ran a small company, a publishing house. Okay, it was no longer a start-up, but it was a company that underwent a lot of change during that time. We hired university graduates more often. In a small agile environment you can learn an extreme amount and check oneself out. Startups are characterised by a culture of discovery, so starting a career at a startup offers the opportunity to get to know and try out different areas and approaches. However, the prerequisite is an appreciative agile corporate culture with flat hierarchies. This is also something you can find in many startup organisations.

Starting a startup requires a lot of enthusiasm and intrinsic motivation. The right path often has to be sought and pushed for oneself. Especially as a young person, this can be a lot of fun and fulfilling.

But often the career in a startup is not designed for a long time. In our publishing house, the length of stay of university graduates was two to three years. Then, despite constant further development, we could offer too little that was new. Career development was not enough. This is where a small business or a startup reaches its limit. So you have to get used to the idea that if you start your career in a startup, you might find yourself looking for a new challenge in your job after some time.

After the job in the startup, it is a good idea to join a larger company in order to gain experience here as well. Here, university graduates who have left our publishing house have all found jobs in larger companies and corporations. This disproves the general opinion that you can no longer move up in the corporations if you start in a small company or startup. In a time of digital transformation, which is often sluggish in larger companies, the experience gained in the agile environment of the startup can have a very positive effect. So don't be afraid to start “small” after graduation.
  • Pros: The mostly relaxed atmosphere, the chance to get to know many different areas and the opportunities to get things moving yourself speak in favour of starting a career in a start-up. With the experience made in a startup, the doors to larger companies are also open later on.
  • Cons: You need a lot of drive and energy for the job. Career opportunities may dry up after a few years and you have to look for a new challenge again.





Kostenfreie Reihe „Zweifeln ist erlaubt!“ im Wintersemester 2021

Veranstalter ist das „Beratungsnetzwerk Queraufstieg - Vernetzt beraten zum Thema Studienabbruch in Berlin, Brandenburg, Sachsen-Anhalt und Niedersachsen“

Was bereitet mir Freude? Was kann ich wirklich gut? Welcher Beruf wird mich glücklich machen? – Mit großer Wahrscheinlichkeit hast du dir diese Fragen schon einmal gestellt, ob vor der Wahl deines aktuellen Studienfachs, ob beim Nachdenken über mögliche Perspektiven nach dem Studium oder weil du aktuell an der von dir getroffenen Studienentscheidung zweifelst.
In unserer Reihe „Zweifeln ist erlaubt!“ führen wir dich in drei Online-Seminaren durch verschiedene Themen, um deine persönlichen Kompetenzen zu reflektieren und zu stärken. Du erhältst konkrete Tipps, wie du dich und deine Kompetenzen weiterentwickeln und Herausforderungen im Studienalltag meistern kannst.

Online-Seminar Termine: Wie kannst du dich als Teilnehmer*in an den Online-Seminaren beteiligen?
  • Sende deine Fragen im Vorfeld des jeweiligen Online-Seminars per E-Mail an Linda Raugust (linda.raugust@ma-t.de)!
  • Werde persönliche Fragen direkt im Online-Seminar los!
  • Nutze die im Online-Seminar bereit gestellten Tools und Unterlagen!
Infos zum veranstalter: Das Beratungsnetzwerk Queraufstieg ist ein Verbundprojekt der Partner Forschungsinstitut Betriebliche Bildung (f-bb) gGmbH und MA&T Organisationsentwicklung GmbH. Es wird gefördert im Rahmen der Initiative Bildungsketten aus Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung.








Warum es uns so schwerfällt, Neues zu wagen
von Patrizia Patz

„Wenn Sie morgen 10 Millionen im Lotto gewinnen, würden Sie Ihren jetzigen Job behalten?“ Wenn Sie darauf mit JA antworten, haben Sie wohl einen Beruf, den Sie lieben, der vielleicht sogar Ihrer Berufung entspricht. Haben Sie mit NEIN geantwortet, dann machen Sie Ihren Job eher aus Gründen der finanziellen Sicherheit als aus Passion.

IVielleicht gehören Sie auch zu den Menschen, die mit ihrer beruflichen Situation unzufrieden sind und kostbare Lebenszeit nicht mehr mit einem Beruf vergeuden wollen, der sie nicht erfüllt. Sie suchen schon lange nach Ihrem Traumjob? Aber irgendwie stecken Sie fest. Sie haben Bücher gewälzt, Persönlichkeits-Tests durchgeackert oder in ein Coaching investiert, um herauszufinden, worin Ihre Berufung besteht. Vielleicht wisse Sie dadurch sogar, was Ihre Talente sind und was Sie gerne tun würden. Und trotzdem machen Sie immer noch den gleichen Job, tagein tagaus, vielleicht sogar in derselben Firma? Warum will es uns trotz der Unzufriedenheit nicht gelingen, etwas zu verändern?

Hindernis Nr. 1: Mangelnde Klarheit
Schon die eigene Berufung zu finden, ist schwer. Unsere Kultur ist nur wenig darauf eingestellt, das Potenzial des Einzelnen zu fördern. Die Generation unserer Eltern hat noch die zu ihrer Zeit gültigen Regeln zum Thema Arbeit internalisiert und gibt sie an uns weiter. Ein sicherer Arbeitsplatz und ein regelmäßiges Gehalt stehen in vielen Köpfen immer noch weit vor Selbstverwirklichung und Sinn erfülltem Tun. Unser Schulsystem presst uns in ein Programm, in dem jeder alles gleich gut können muss, um zu bestehen. Einzeltalente außerhalb des „Lehrplans“ verkümmern, weil sie für unwichtig angesehen werden.
Nach diesem langjährigen „Gleichmachungsprozess“ soll der junge Mensch sich dann für einen Beruf entscheiden. Auch hierbei bekommt er nur wenig Hilfe. „Mach doch eine Banklehre. Da hast du was Vernünftiges.“ Solche oder ähnliche Ratschläge aus dem Umfeld machen das Dilemma deutlich: es wird eher nach Erfolg versprechenden Karrieren im Außen gesucht, anstatt herauszufinden wofür der Berufssuchende brennt. So beginnt die langjährige Odyssee durch die Arbeitswelt, im scheinbar sicheren Hafen der Mittelmäßigkeit, die im schlimmsten Falle damit endet, dass wir sehnsüchtig auf die Rente warten.

Hindernis Nr. 2: Unsere unbewussten Hürden im Kopf
Aber selbst, wenn wir wissen, was unser Traumjob ist, tauchen die nächsten Hürden auf, die uns davon abhalten, ins Tun zu kommen. Das Problem: wir glauben, diese Hürden sind die Umstände, in denen wir leben – die Kinder, das liebe Geld, die Regierung, der Arbeitsmarkt. Was uns nicht bewusst ist: wir stehen uns selbst im Weg! Nicht die Umstände sind dafür verantwortlich, dass wir unser Ding nicht machen, sondern die Hürden in unserem Kopf.
Wir ticken im Überlebensmodus
In unserer modernen Kultur werden wir von Kindheit an auf Sicherheit konditioniert. Es wird uns beigebracht, dass die sicherste Art zu überleben in einer festen Anstellung mit Kranken-, Renten- und Arbeitslosenversicherung besteht. Wir opfern alles dafür, um uns sicher zu fühlen. Und je mehr wir uns an Sicherheit und Komfort gewöhnt haben, desto schwerer fällt es uns, unsere Komfortzone zu erweitern. Jede kleinste Veränderung wird dann als lebensbedrohlich angesehen und muss unbedingt vermieden werden. Das eigene Ding zu machen, rückt in unerreichbare Ferne.

Wir glauben unseren eigenen Geschichten
Wir Menschen sind nicht mit der Welt direkt in Beziehung, sondern über die Art und Weise, wie wir über die Welt denken. Unsere Geschichten über die Welt formen unsere Realität und beeinflussen unsere Wahrnehmung. Und sie bestimmen auch das Ausmaß der Möglichkeiten, die uns zur Verfügung stehen.
  • »Ich würde ja gerne XY machen, aber damit verdient man kein Geld.«
  • »Da müsste ich ja erstmal ein Studium machen. Sonst nimmt mich doch keiner ernst.«
  • »Da gibt es schon so viele, die das machen. Da habe ich doch keine Chance, reinzukommen.«
Wir halten diese Geschichten unbewusst für wahr und gehen nicht weiter, da es laut der Geschichte unmöglich ist!

Wir haben Angst vor der Angst
Angst ist in unserer Kultur ein verschmähtes Gefühl. Wir sollen keine Angst fühlen (Feigheit) und wir wollen keine Angst fühlen (Unsicherheit). Das ist zumindest unsere erlernte Geschichte über Angst. Diese Prägung führt dazu, dass wir unsere Angst ins Unbewusste verdrängen, um sie nicht zu fühlen, und möglichst alles vermeiden, was uns Angst macht. So werden wir zu Kontrollfreaks und Komfortzonenbewohnern.
Wenn wir neue Wege gehen wollen, um unser Ding zu machen, ist Angst allerdings unvermeidlich! Solange wir keine Angst fühlen wollen, müssen wir darauf verzichten, Neues zu wagen.

Wege aus dem Dilemma
Wir stecken also in einem Dilemma fest. Auf der einen Seite der Wunsch nach Veränderung und auf der anderen Seite die Hürden im Kopf, die uns daran hindern. Wie können wir dem entkommen, um endlich unser Ding zu machen?

1. Schmerz der Unzufriedenheit als Treibstoff nutzen. Wir können unterschiedlich mit Schmerz umgehen. Wir können jammern und uns als Opfer sehen oder die Botschaft im Schmerz ernst nehmen und dafür nutzen, unsere Grenzen zu erweitern.
2. Sich bewusst machen: Sicherheit eine Illusion – und schrittweises Vorgehen. Sein Ding zu machen, heißt nicht, sofort auf volles Risiko zu gehen. Wir können schrittweise vorgehen und so die Erfahrung machen, dass wir nicht sofort sterben, wenn wir Neues wagen.
3. Sich mit der eigenen Angst anfreunden. Angst ist unsere Verbündete, wenn es darum geht, Neuland zu entdecken. Angst lässt uns wach, vorsichtig und kreativ sein. Wenn Angst für uns okay ist, können wir erste Schritte in unbekanntes Gebiet machen.

Patrizia Patz
Ich mach mein Ding - Wie du Beruf und Berufung vereinst
1. Auflage BusinessVillage 2021
ISBN-Buch 978-3-86980-599-3 19,95 Euro
ISBN-PDF 978-3-86980-600-6 15,95 Euro
ISBN-EPUP 978-3-86980-601-13 15,95 Euro


Mehr Infos: https://www.businessvillage.de/ich-mach-mein-ding-/eb-1120.html